„Wenn vom Lohnplus nichts übrig bleibt, dann muss endlich die kalte Progression abgeschafft werden“, fordert AK Präsident Zangerl. „Die Abschaffung dieser steuerlichen Mehrbelastung steht den Steuerzahlern längst zu. Deshalb haben dieser Tage alle Tiroler und Vorarlberger AK Mitglieder ein Schreiben erhalten, in dem wir die Arbeitnehmer über diese ungerechte steuerliche Belastung informieren. Beiliegend ist eine Karte, adressiert an den Finanzminister, mit der jeder Einzelne seiner Forderung nach Abschaffung der kalten Progression Nachdruck verleihen kann,“ so der AK Präsident.

„Hinter der kalten Progression verbirgt sich nichts anderes als eine versteckte jährliche Steuererhöhung. Die Gewerkschaften verhandeln höhere Löhne aber die Hände reibt sich der Finanzminister, weil das Lohnplus fast zur Gänze von der Steuer aufgefressen wird. Neben der Lohnerhöhung schwinden, aber auch die Erfolge der Steuerreform 2016 so unaufhörlich“, warnt der AK Präsident und fordert die Regierung auf, endlich zu handeln.

Als „kalte Progression“ bezeichnet man die schleichende Erhöhung des Durchschnitts-Steuersatzes, weil die einzelnen Steuer-Tarifstufen in Österreich nicht an die jährliche Inflation angepasst werden. Nur wenn die kalte Progression ausgeschaltet wird, bleibt auf Dauer mehr Netto vom Brutto.

Die Abschaffung der automatischen Lohnsteuererhöhung wäre eine nachhaltige und dauerhafte Entlastung. Dann würden von einer Lohnerhöhung wirklich in erster Linie alle Beschäftigten und nicht vor allem der Staat profitieren. Je länger sie sich mit der Abschaffung Zeit lässt, umso weniger Entlastungswirkung bleibt von der hart erkämpften Steuerreform 2016 über.

Zangerl: „Schon seit Jahresbeginn beraten ÖVP und SPÖ über die Abschaffung der kalten Progression. Leider kann sich die Regierung immer noch nicht dazu durchringen. Für die AK Tirol ist der Automatismus die Lösung. „Nur auf diesem Weg kommt die Entlastung direkt beim Bürger an“, betont der AK Präsident. Die Tiroler AK Vollversammlung hat in den vergangenen Jahren immer wieder die Beseitigung der kalten Progression verlangt. „Für einen vollständigen Abbau der kalten Progression ist eine kontinuierliche jährliche Anpassung des Steuertarifs und auch der steuerlichen Absetzbeträge erforderlich“, darin ist sich das Tiroler Arbeitnehmerparlament einig. Internationale Beispiele belegen, dass so etwas geht: In der Schweiz passen sich die Tarifstufen bereits jährlich an die Inflation an, in Schweden sogar an die Reallohnentwicklung.

ÖAAB Kärnten

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