Morgen tagt das Plenum des Nationalrates. Auch das Thema Abschaffung der kalten Progression steht auf der Tagesordnung. Christian Struger, Fraktionssprecher der ÖAAB-FCG-AK Liste appelliert in diesem Zusammenhang dringend an die SPÖ, bei dieser für die Arbeitnehmerschaft so wichtigen Frage endlich ihr Ja-Wort zu geben. Struger unterstützt damit insbesondere ÖAAB-Bundesobmann  NR August Wöginger, der sich ganz intensiv für die Abschaffung der kalten Progression stark macht.

Für die Arbeitnehmerschaft ist das Thema kalte Progression eine substantiell wichtige Angelegenheit, weil alle Lohnsteuerpflichtigen davon immer wieder auf das Neue davon betroffen sind. Bei der kalten Progression handelt es sich in Wahrheit um eine ständig daherschleichende stille Steuererhöhung, die durch die Hintertür daherkommt und dabei von keinerlei sanfter Wirkung ist. Beinahe jede Arbeitnehmerin und jeder Arbeitnehmer hat schon schlechte Erfahrungen mit der kalten Progression gemacht: Von einer Bruttolohnsteigerung bleibt netto sehr wenig übrig, weil durch das Rutschen in die nächste Lohnsteuerstufe der Lohnsteuer-Anteil unverhältnismäßig groß anwächst.

Die kalte Progression treibt meistens schon drei vier Jahre ihr Unwesen, bis dann die Rufe nach einer Steuerreform immer lauter werden. Bis dann eine Steuerreform wirklich in Kraft tritt, ziehen zumeist noch einmal zwei Jahre in das Land. Dieses Lohnsteuer-Drama in zwei Akten ist der Arbeitnehmerschaft gegenüber zutiefst unfair. Im ersten Akt wird die Lohnsteuer-Schleuse über Jahre hinweg schleichend, aber dennoch wirksam, geöffnet. Im zweiten Akt wird dann vielfach die größte Lohnsteuer-Reform aller Zeiten gewürdigt. Dieses unwürdige Lohnsteuer-Schauspiel in zwei Akten kann nur durch die rasche und unverzügliche Abschaffung der kalten Progression beendet werden.

ÖAAB Kärnten

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