Wiens FCG-Fraktion übt scharfe Kritik an VP-Forderung zur völligen Liberalisierung im Handel  

Wien (OTS) – Einen echten Ladenhüter glaubt der Wiener VP-Obmann Gernot Blümel zum Jahresende der Wiener Bevölkerung noch schnell unter die Haut jubeln zu können. Er will nämlich eine völlige Freigabe der Ladenöffnungszeiten fixiert wissen und argumentierte bei seiner Präsentation mit Schlagworten der Industriellenvereinigung wie „Flexibilität“ und „Unternehmerfreiheit“.

„Blümel ignoriert dabei freilich völlig die Bedürfnisse der 125.000 Beschäftigten im Handel sowie der zahlreichen Klein- und Mittelbetriebe, bei denen die Unternehmer selbst im Geschäft stehen müssen“, wie der FCG-ÖAAB-Fraktionsführer in der Arbeiterkammer Wien und FCG-Landesgeschäftsführer Fritz Pöltl scharf kritisiert. Sie alle würden nämlich eine Sonntagsöffnung keinesfalls akzeptieren. 92 Prozent der Handelsbeschäftigten hätten dies in Umfragen der Gewerkschaft GPA-djp deutlichst klargestellt.

„Blümel ist sich offenbar nicht im Klaren, dass er damit auch gegen die Interessen zahlreicher Wähler der Volkspartei agiert“, protestiert Pöltl. Mit derartigen Forderungen würden lediglich die Interessen der Großkonzerne unterstützt, die in Österreich noch dazu fast keine Steuerleistung erbringen. Der Sonntag müsse für die Mehrheit der Bevölkerung arbeitsfrei bleiben. Als Vertreter einer Partei, die sich auf christliche Werte und die Katholische Soziallehre beruft, sollte Blümel die Errungenschaft der Sonn- und Feiertagsruhe lieber am Hochaltar der Politik zelebrieren, statt sie am Seitenaltar der Wirtschaft dem Konsum zu opfern. Pöltl unterstreicht damit die heftige Blümel-Kritik von Günther Trausznitz, dem Bundesgeschäftsführers der FCG in der GPA-djp.

 

Rückfragehinweis:

KR Friedrich Pöltl, FCG Landesgeschäftsführer

Johann Böhm Platz 1, 1020 Wien

Tel: 01/5344479481, Fax: 01/53444102290

ÖAAB Kärnten

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